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Elektrotechnik, Photovoltaik

PV-Förderung soll ab 2027 neu ausgerichtet werden: Speicher statt kleiner Anlagen

Ab 2027 soll die österreichische Photovoltaik-Förderung neu ausgerichtet werden. Statt einer breiten Förderung kleiner PV-Anlagen sollen künftig intelligente Stromspeicher und Energiemanagementsysteme stärker im Fokus stehen. Hintergrund sind vor allem hohe PV-Überschüsse zur Mittagszeit und deutlich höhere Strompreise am Abend.orf+1

Der heurige Hitzesommer macht diese Entwicklung sichtbar: An einem vergangenen Samstag lag der durchschnittliche Großhandelspreis zwischen 10 und 16 Uhr bei rund 14 Euro je MWh, am Abend dagegen bei rund 180 Euro je MWh.

Mehr Speicher sollen günstigen Solarstrom vom Mittag in die Abendstunden verschieben, die Netze entlasten und den Bedarf an teuren Stromimporten reduzieren.

ein rosa Sparschwein sitzt auf dem PV-Dach
Inhaltsverzeichnis

Worum geht es in diesem Artikel?

Ab 2027 soll Österreichs PV-Förderung Speicher und Energiemanagement stärker unterstützen als kleine Anlagen. Der Artikel erklärt die Gründe, geplante Änderungen beim Förderverfahren, weiterhin förderfähige Projekte sowie die aktuell geltenden Konditionen für Stromspeicher.

Das Wichtigste vorab zusammengefasst

  • Förderung von intelligenten Speichern und Energiemanagementsystemen.

  • Förderung der Speichernachrüstung bei bestehenden PV-Anlagen.

  • Fortführung des „Made in Europe“-Bonus für Komponenten aus europäischer Produktion.

  • Weiterförderung von gebäudeintegrierter PV, Agri-PV, Parkplatzüberdachungen, schwimmenden PV-Anlagen und Anlagen an Lärmschutzwänden.

  • Ende des Windhundprinzips: Förderanträge sollen künftig nach Installation und Rechnungslegung gestellt werden können.

Aktuell geltende Speicherförderung

Aktuell wird ein Stromspeicher nur gemeinsam mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage gefördert.

Derzeit werden Stromspeicher bis 50 kWh mit 150 Euro je kWh nutzbarer Speicherkapazität gefördert. Voraussetzung ist, dass der Speicher gemeinsam mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage beantragt wird; eine reine Speicherförderung ist aktuell nicht möglich.

Der „Made in Europe“-Bonus gilt seit 23. Juni 2025 und erhöht den Fördersatz um jeweils 10 Prozent für PV-Module, Wechselrichter und Stromspeicher – insgesamt um bis zu 30 Prozent.

Die Förderung muss künftig dort ansetzen, wo sie für das gesamte Stromsystem den größten Nutzen bringt: beim intelligenten Speichern und Nutzen von Solarstrom.

Michael Huber, GF

Was bei der neuen Förderlogik noch offen ist

→ Wie die neue Förderung im Detail aussieht, wird erst mit dem Gesetzesentwurf klar.

Die Details der neuen Förderlogik stehen noch nicht fest. Insbesondere müssen die Kriterien für „systemdienliche“ Speicher sowie die konkrete Ausgestaltung der Gesetzesnovelle erst vorgelegt werden.

Offen ist damit etwa, welche technischen Anforderungen förderfähige Speicher erfüllen müssen, wie die Förderung beantragt wird und welche Projekte letztlich Anspruch auf Unterstützung haben.

Fazit

Die geplante Neuausrichtung der PV-Förderung setzt stärker auf den Nutzen für das gesamte Stromsystem: Solarstrom soll nicht nur erzeugt, sondern auch dann gespeichert und genutzt werden, wenn er besonders gebraucht wird.

Ob die Reform ihre Wirkung entfaltet, hängt nun von praxistauglichen Förderkriterien und einer raschen, klaren Umsetzung ab.

Wir freuen uns Sie zu beraten!
Michael Huber
Michael Huber
Geschäftsführender Gesellschafter

Michael Huber verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Gebäudetechnik. Nach seinem Einstieg als Monteur im Bereich Elektro- und Haustechnik sammelte er umfassendes Know-how in Planung, Projektleitung und Ausführung.

2014 gründete er die HME GmbH in Graz, die heute als Generalunternehmer für HKLS, Elektrotechnik, Gebäudeautomation, Photovoltaik und Sicherheitstechnik tätig ist. Sein Fokus liegt auf ganzheitlich integrierter Gebäudetechnik – von der Planung bis zur Inbetriebnahme.

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