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Gebäudetechnik, Sanitär

Die große Checkliste für Ihre Badsanierung

Die interaktive 42-Punkte-Checkliste - auch zum Download!

Mit dieser Übersicht planen Sie Ihre Badsanierung durchdacht – von der Bestandsaufnahme bis zur Abnahme. Wir von HME wissen aus vielen Projekten: Die meisten Probleme entstehen nicht auf der Baustelle, sondern in einer lückenhaften Planung. Haken Sie ab, was bereits geklärt ist.

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Bestandsaufnahme und Grundlagen

Bevor geplant wird, muss klar sein, was hinter Fliesen und Wänden steckt.

  • Alter und Zustand der Wasser- und Abflussleitungen erhoben
  • Elektrik geprüft: FI-Schutzschalter vorhanden, Leitungen für das neue Bad ausreichend
  • Wände und Boden auf Feuchtigkeit und Schimmel kontrolliert
  • Lüftungssituation bewertet (Fenster vorhanden oder mechanische Entlüftung nötig)
  • Genaue Raummaße inklusive Tür-, Fenster- und Anschlusspositionen aufgenommen
  • Mögliche Förderungen geprüft (z. B. für barrierefreien Umbau)
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Nutzung und Raumkonzept

Ein gutes Bad richtet sich nach den Menschen, die es nutzen – heute und in zehn Jahren.

  • Geklärt, wer das Bad nutzt – und wie sich das in den nächsten Jahren ändern könnte
  • Entscheidung Wanne, Dusche oder beides bewusst getroffen
  • Stauraumbedarf realistisch eingeplant – er wird fast immer unterschätzt
  • Bewegungsflächen und Türanschlag im Grundriss geprüft
  • Barrierefreie Details mitgeplant (bodenebene Dusche, Wandverstärkungen für spätere Haltegriffe)
  • Standort und Anschluss für die Waschmaschine berücksichtigt
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Technik, Elektrik und Sicherheit

Hier entscheidet sich, ob das Bad langfristig funktioniert – nicht bei den Fliesen.

  • Schutzbereiche im Bad bei der Position von Steckdosen und Leuchten beachtet
  • Beleuchtung in Zonen geplant (Grundlicht, blendfreies Spiegellicht, Akzente)
  • Ausreichend Steckdosen vorgesehen – inklusive Reserve für künftige Geräte
  • Verbundabdichtung im Nassbereich eingeplant – Fliesen allein dichten nicht ab
  • Heizlösung festgelegt (Handtuchheizkörper, Fußbodenheizung, elektrische Ergänzung)
  • Revisionsöffnung für die Vorwandinstallation vorgesehen
  • Warmwasserversorgung auf den tatsächlichen Bedarf ausgelegt
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Materialien und Ausstattung

Material entscheidet über Sicherheit, Pflegeaufwand und Lebensdauer.

  • Bodenbeläge mit ausreichender Rutschhemmung für den Nassbereich gewählt
  • Materialmengen mit Verschnitt-Reserve bestellt
  • Lieferzeiten aller Komponenten mit dem Bauzeitplan abgeglichen
  • Sanitärobjekte und Armaturen vor dem Einbau auf Vollständigkeit und Schäden geprüft
  • Pflegeeigenschaften der Oberflächen berücksichtigt (Fugenanteil, Kalkempfindlichkeit)
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Bauphase

Was jetzt dokumentiert wird, erspart später Aufstemmen und Rätselraten.

  • Staubschutz und Schutz der Laufwege in der Wohnung organisiert
  • Ersatzlösung für Bad und WC während der Bauzeit geklärt
  • Abdichtung vor dem Verfliesen kontrolliert und mit Fotos dokumentiert
  • Druckprobe der neuen Leitungen durchgeführt und protokolliert
  • Leitungsverläufe vor dem Schließen der Wände fotografiert
  • Änderungen während der Arbeiten nur schriftlich beauftragt
6

Abschluss und Dokumentation

Ein sauberer Abschluss sichert Gewährleistung und erleichtert jede spätere Arbeit.

  • Gemeinsame Abnahme mit schriftlichem Protokoll durchgeführt
  • Aushärtezeiten von Fugen und Silikon vor der ersten Nutzung eingehalten
  • Einweisung in die Technik erhalten (Lüftung, Thermostate, Warmwasser)
  • Pflegehinweise für Oberflächen und Silikonfugen erhalten
  • Komplette Dokumentation abgelegt (Fotos, Protokolle, Garantiebelege, Datenblätter)
  • Gewährleistungsfristen notiert

Typische Fehler – das sollte Ihnen nicht passieren

Diese Fehler sehen wir in der Praxis am häufigsten – und sie sind alle vermeidbar.

  • An der Abdichtung wird gespart – Folgeschäden zeigen sich oft erst nach Jahren
  • Die Lüftung wird vergessen oder unterdimensioniert – Schimmel ist programmiert
  • Zu wenige Steckdosen und kein durchdachtes Lichtkonzept
  • Stauraum wird unterschätzt, Design über die tägliche Funktion gestellt
  • Keine Fotos der Leitungsverläufe, bevor die Wände geschlossen werden
  • Das Bad wird benutzt, bevor Fugen und Silikon ausgehärtet sind
  • Türbreite und Bewegungsflächen werden erst auf der Baustelle bedacht
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Sechs Fragen, die Sie vor dem Start klären sollten

Gehen Sie diese Fragen durch, bevor die erste Fliese bestellt wird.

  • „Funktioniert der Grundriss auch in zehn Jahren noch für uns?“Gut: Barrierefreie Details lassen sich jetzt einfach mitplanen – nachträglich nur mit großem Aufwand.
  • „Reicht die vorhandene Elektrik für das neue Bad?“Gut: FI-Schutzschalter und Schutzbereiche werden geprüft, bevor geplant wird.
  • „Wie wird das Bad künftig gelüftet?“Gut: Es gibt ein Konzept – Fensterlüftung mit Routine oder mechanische Entlüftung.
  • „Welche Bereiche werden abgedichtet – und wie wird das dokumentiert?“Gut: Verbundabdichtung nach Norm, Fotodokumentation vor dem Verfliesen.
  • „Was passiert mit Wanne, Fliesen und Altgeräten?“Gut: Demontage und Entsorgung sind von Anfang an eingeplant und geregelt.
  • „Wie lange ist das Bad nicht benutzbar – und was ist die Ersatzlösung?“Gut: Ein realistischer Zeitplan plus eine konkrete Übergangslösung.

Fazit

Die richtige Vorbereitung entscheidet maßgeblich darüber, wie reibungslos Ihre Badsanierung verläuft – oft mehr als die Auswahl von Fliesen oder Armaturen. Wer sich vorab die Zeit nimmt, den eigenen Bedarf zu klären, Raummaße und den Zustand vorhandener Leitungen zu prüfen und Budget sowie Zeitplan realistisch einzuschätzen, legt den Grundstein für eine Sanierung ohne böse Überraschungen.

Viele der entscheidenden Weichen werden gestellt, bevor auch nur ein Handwerker das Bad betritt. Unsere Checkliste begleitet Sie dabei Schritt für Schritt – vom ersten Gedanken bis zum fertigen Bad.

Nutzen Sie unseren Kostenrechner für eine Badsanierung, um eine erste Orientierung der Kosten zu erhalten.

Wir freuen uns Sie zu beraten!
Michael Huber
Michael Huber
Geschäftsführender Gesellschafter

Michael Huber verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Gebäudetechnik. Nach seinem Einstieg als Monteur im Bereich Elektro- und Haustechnik sammelte er umfassendes Know-how in Planung, Projektleitung und Ausführung.

2014 gründete er die HME GmbH in Graz, die heute als Generalunternehmer für HKLS, Elektrotechnik, Gebäudeautomation, Photovoltaik und Sicherheitstechnik tätig ist. Sein Fokus liegt auf ganzheitlich integrierter Gebäudetechnik – von der Planung bis zur Inbetriebnahme.

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